
Bertrand Barré leitet die Groupe Zebra, ein Beratungsunternehmen für Innovation und Design mit Sitz in Lyon, seit über dreißig Jahren. Sein Werdegang vereint Unternehmertum, Industriedesign und Überlegungen zum Sinn von Innovation in Organisationen. Seine jüngsten Äußerungen skizzieren einen Weg, der über klassische Beratung hinausgeht und sich mit angewandter Zukunftsforschung und der Frage des “Warum innovieren” beschäftigt.
Chief Meaning Officer: ein Titel, der die Rolle des innovativen Führers neu definiert
Die aktuellen Profile von Bertrand Barré präsentieren ihn nicht mehr als CEO oder Führungskraft im traditionellen Sinne. Der gewählte Titel ist Chief Meaning Officer, eine Funktion, die sich auf den Sinn des Unternehmens konzentriert, anstatt nur auf die operative Verwaltung.
Ebenfalls empfehlenswert : Entdecken Sie die neue Adresse von Streamonsport und bleiben Sie über die neuesten Tech-Nachrichten informiert
Diese semantische Verschiebung ist nicht unbedeutend. Sie spiegelt eine Überzeugung wider: Innovation zu steuern bedeutet zunächst, zu klären, was das Unternehmen für seine Nutzer, seine Branchen und sein Territorium erreichen möchte. Die Groupe Zebra unterscheidet mit dieser Positionierung die Sinnsuche von der bloßen Jagd nach neuen Produkten.
Bei einem Abend der ESCP Alumni Region AURA, der im März 2026 in Lyon stattfand, teilte Bertrand Barré seinen Werdegang und seine “schrägen, außerhalb des Rahmens liegenden Ideen zur Innovation”. Die Veranstaltung, die im Fourvière Hôtel stattfand, bestätigte diese Ausrichtung: die Neuigkeiten über Bertrand Barré zeigen einen Unternehmer, der es vorzieht, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen, anstatt eine konventionelle Rede über Kreativität zu halten.
Auch lesenswert : Entdecken Sie die Highlights und Aktivitäten in La Pommeraye in Anjou

Innovation durch das Reale: die Methode, die die Projekte der Groupe Zebra strukturiert
Bertrand Barré verteidigt öffentlich das, was er Innovation durch das Reale nennt. Der Ausdruck, der als Titel seiner Rede bei APM verwendet wurde, fasst einen präzisen methodologischen Ansatz zusammen: von den konkreten Anwendungen, der praktischen Experimentierung und den materiellen Einschränkungen auszugehen, bevor man konzeptionell wird.
Dieser Ansatz steht im Gegensatz zur abstrakten disruptiven Innovation, die von einer Technologie oder einem Patent ausgeht, um dann einen Markt zu suchen. Die Groupe Zebra legt Wert auf die direkte Beobachtung von Verhaltensweisen, schnelles Prototyping und frühe Konfrontation mit den Endnutzern.
Was diese Methode für die Kundenunternehmen verändert
Mit einer Innovationslogik, die im Realen verankert ist, ändert sich die Art und Weise, wie ein Projekt voranschreitet. Drei Merkmale unterscheiden diesen Ansatz:
- Das Terrain geht dem Konzept voraus. Die Teams sammeln Nutzungsdaten, bevor sie eine Produkt- oder Dienstleistungshypothese formulieren, was das Risiko verringert, eine Lösung zu entwickeln, die vom Bedarf abgekoppelt ist.
- Der Prototyp ist ein Dialogwerkzeug, keine Validierungsmodell. Er dient dazu, Reaktionen hervorzurufen, Reibungen zu identifizieren und unausgesprochene Erwartungen zu erkennen.
- Industrielle Kooperation wird von Anfang an integriert. Die Groupe Zebra kommuniziert über industrielle Innovation als kollektives Hebel, nicht als isolierten Wettbewerbsvorteil.
Innovation durch das Reale basiert auf Beobachtung vor Theorie. Diese methodologische Haltung erklärt, warum die Interventionen von Bertrand Barré ein vielfältiges Publikum ansprechen, von Führungskräften kleiner und mittlerer Unternehmen bis hin zu Netzwerken von Alumni großer Schulen.
Eye-novation: die proprietäre Methode der Groupe Zebra
Die Groupe Zebra hat ihren Ansatz unter dem Namen eye-novation formalisiert. Das Buch von Bertrand Barré, dessen Untertitel die Frage “gerecht innovieren, nicht nur innovieren” aufwirft, beschreibt diese Methodologie.
Das Wortspiel mit “eye” (das Auge) und “Innovation” ist nicht nur ein Branding-Übung. Es verweist auf die Idee, dass der Blick auf ein Problem die Qualität der Lösung bestimmt. Den Blickwinkel zu wechseln, aus einem unerwarteten Winkel zu beobachten und Disziplinen zu verbinden: Diese Prinzipien strukturieren die Missionen der Gruppe.
Vom Design zur Innovationsstrategieberatung
Die Groupe Zebra wurde als Designunternehmen gegründet. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich ihr Tätigkeitsbereich auf Innovationsberatung, Zukunftsforschung und strategisches Marketing ausgeweitet. Bertrand Barré beschäftigt sich heute mit Themen, die von CSR bis zur Auswirkung von künstlicher Intelligenz auf kreative Prozesse reichen.
In einem Podcast mit Visconti Partners sprach er über die Frage der KI als Beschleuniger, nicht als Ersatz für strategisches Denken. Seine Position: Künstliche Intelligenz verändert die Ausführungsgeschwindigkeit, ersetzt jedoch nicht die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen.

Bertrand Barré als Redner: die Themen, die 2025-2026 wiederkehren
Die jüngsten öffentlichen Auftritte von Bertrand Barré skizzieren einen kohärenten thematischen Rahmen. Seine Interventionen beschränken sich nicht auf Design oder reine Kreativität. Sie decken mehrere Achsen ab, die von Unternehmen und Berufsnetzwerken aktiv nachgefragt werden.
- CSR und Innovation: wie man Umwelt- und Sozialanforderungen als Treiber der Kreativität integriert, anstatt als regulatorische Bremsen.
- Management und Transformation: Entscheidungsprozesse anpassen, um Experimentieren in Organisationen zu ermöglichen, die an lineare Prozesse gewöhnt sind.
- Angewandte Zukunftsforschung: schwache Signale in einem bestimmten Sektor identifizieren und in konkrete Handlungsansätze übersetzen, ohne in disconnected Zukunftsforschung zu verfallen.
- Inter-Unternehmenskooperation: Innovation als kollektive Übung betrachten, die Lieferanten, Distributoren und Nutzer bereits in der Ideenfindungsphase einbezieht.
Sein Auftritt bei EuroSIMA im Jahr 2024 veranschaulicht diese Diversifizierung. Die Sportindustrie ist nicht das gewohnte Terrain der Designberatung in Lyon, aber die Logik bleibt dieselbe: reale Nutzungen beobachten, um angepasste Antworten zu entwerfen.
Der Werdegang von Bertrand Barré, vom Basketball in Villeurbanne bis zur Rolle des Chief Meaning Officer, folgt trotz der Titel- und Formatwechsel einer stabilen Leitlinie. Die Innovation, die er verteidigt, ist nicht die der geschlossenen Labore oder spektakulären Keynotes. Sie entsteht im Dialog mit dem Terrain, Projekt für Projekt, mit einem Sinnanspruch, der der Groupe Zebra eine erkennbare Signatur im Beratungsumfeld in Frankreich verleiht.