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Wie viel Platz braucht man, um 20 Personen zu Hause bequem unterzubringen?

Zwanzig Gäste zu Hause zu empfangen, bedeutet oft ein Festessen, einen Geburtstag oder eine große Familienrunde. Bevor Sie an die Dekoration denken …

Grande salle à manger et salon ouverts accueillant une vingtaine de personnes lors d'un rassemblement convivial à domicile
5 Minuten

Zwanzig Gäste zu Hause zu empfangen, bedeutet oft ein Festessen, einen Geburtstag oder eine große Familienrunde. Bevor Sie sich Gedanken über die Dekoration oder das Menü machen, stellt sich zunächst eine ganz praktische Frage: Ist der Raum groß genug, damit alle essen, sich bewegen und frei durchatmen können? Die Antwort hängt weniger von der Anzahl der Stühle als von der gewählten Anordnung ab.

Menü am Tisch, Buffet oder Stehempfang: Die Anordnung macht den Unterschied

Zwanzig Personen, die an einem Tisch sitzen, benötigen nicht denselben Platz wie zwanzig Personen, die mit einem Glas in der Hand stehen. Bevor Sie etwas ausmessen, sollten Sie sich für das Format des Abends entscheiden.

Bei einem klassischen Abendessen am Tisch braucht jeder Gast seinen eigenen Platz (Besteckbreite, Platz zum Zurückschieben des Stuhls und Durchgang dahinter). Ein Buffet schafft in der Mitte mehr Platz, führt aber vor den Speisen zu Gedränge. Bei einem Stehempfang ist der Platzbedarf pro Person geringer – vorausgesetzt, niemand muss längere Zeit sitzen.

Der Leitfaden von Eventforum Bern unterscheidet klar zwischen diesen drei Fällen und weist darauf hin, dass die Richtwerte für die benötigte Fläche weder Buffet noch Ausstattung oder Verkehrsflächen berücksichtigen. Wer den Platzbedarf nur anhand der Sitzplätze am Tisch berechnet, unterschätzt daher die erforderliche Raumgröße.

Um die benötigte Fläche für 20 Personen abzuschätzen, müssen Sie den Platz für den Tisch oder den Stehbereich, die Verkehrsflächen und die zusätzlichen Bereiche (Buffet, Servierwagen, Getränkeecke) zusammenrechnen.

Tischfläche und Platz zum Zurückschieben der Stühle für 20 sitzende Gäste

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass ein zu schmaler Tisch alle dazu zwingt, mit eng angelegten Ellbogen zu essen? Die Breite des Platzes pro Person ist genauso wichtig wie die Gesamtlänge des Tisches.

Moderne offene Küche mit Kochinsel und Esstisch für rund zwanzig Gäste bei einer privaten Feier

An einem rechteckigen Tisch braucht jeder Platz genügend Breite für einen Teller und ein Glas sowie Bewegungsfreiheit, ohne den Sitznachbarn zu stören. In der Praxis entspricht das einer Besteckbreite von etwa 60 cm pro Person. Für zwanzig Gäste benötigen Sie also zehn Plätze pro Längsseite oder mehrere aneinandergestellte Tische.

Der Platz zum Zurückschieben der Stühle wird am häufigsten vergessen. Wenn jemand aufsteht, rückt der Stuhl mindestens 50 cm nach hinten. Muss dahinter ein Durchgang frei bleiben, kommt noch zusätzliche Tiefe hinzu. Rechnet man die Tischtiefe, den Platz für die Stühle auf beiden Seiten und einen Mindestdurchgang zusammen, muss der Raum deutlich tiefer sein als die reine Breite der Tischplatte.

Runder, rechteckiger oder U-förmiger Tisch

Ein rechteckiger Tisch für zwanzig Personen ist sehr lang. Zwei parallele Tische oder eine U-förmige Anordnung verkürzen den benötigten Raum, beanspruchen dafür aber mehr Breite. Runde Tische (zum Beispiel vier Tische für je fünf Personen) verteilen die Gäste gleichmäßiger im Raum und erleichtern Gespräche. Jeder runde Tisch benötigt jedoch rundherum ausreichend Platz, um die Stühle zurückzuschieben.

  • Ein einzelner rechteckiger Tisch: langer, schmaler Raum, Durchgang nur an den Enden, Gespräche von einem Ende zum anderen sind schwierig.
  • Zwei parallele Tische oder eine U-förmige Anordnung: eher quadratische Stellfläche, bessere Bewegungsfreiheit zwischen den Tischreihen, einfacheres Servieren.
  • Vier oder fünf runde Tische: gleichmäßigere Nutzung des Raums, jeder Tisch bildet eine eigene Gesprächsrunde, insgesamt kann jedoch mehr Bodenfläche benötigt werden.

Verkehrsflächen und zusätzliche Bereiche nicht vergessen

Der Tisch selbst macht nur einen Teil der benötigten Fläche aus. Drei weitere Bereiche müssen Sie einplanen.

Der Serviceweg ermöglicht es, zwischen Küche und Tisch zu gehen, ohne die sitzenden Gäste zu stören. Ein mindestens 80 cm breiter Durchgang hinter den Stühlen verhindert, dass man sich mit einer heißen Speise in der Hand durchzwängen muss.

Das Buffet oder der Servierwagen nimmt bei der Bewirtung von zwanzig Personen eine ganze Wand in Anspruch. Selbst bei einem servierten Essen schafft ein Servierwagen für Flaschen, Brot und Speisen, die noch aufgetragen werden, mehr Platz auf dem Tisch. Eventforum Bern weist darauf hin, dass dieser Bereich in den Richtwerten für die Fläche pro Gast nicht enthalten ist.

Auch die Garderobe und der Zugang zu den Toiletten sorgen für zusätzlichen Durchgangsverkehr. Im Winter nehmen zwanzig Mäntel auf einem Bett oder im Eingangsbereich Platz weg und sorgen bei der Ankunft für einen Engpass.

Große überdachte Terrasse eines modernen Hauses für rund zwanzig Gäste bei einer Gartenparty im Freien

Den Platz anpassen, wenn der Raum zu klein ist

Die meisten Wohnzimmer sind nicht für zwanzig sitzende Personen ausgelegt. Statt aufzugeben, können Sie mit einigen praktischen Anpassungen Platz schaffen, ohne auf Komfort zu verzichten.

  • Räumen Sie sperrige Möbel (Sofa, Couchtisch, Bücherregal) für den Abend in ein Schlafzimmer. Jedes entfernte Möbelstück schafft tatsächlich nutzbare Bodenfläche.
  • Entscheiden Sie sich für ein Buffet statt für ein Essen am Tisch: Die Gäste bewegen sich im Raum, setzen sich abwechselnd hin und benötigen pro Person deutlich weniger Platz.
  • Nutzen Sie eine Terrasse oder einen Garten als Erweiterung des Hauptraums. Selbst mit einem Partyzelt lässt sich die verfügbare Fläche auf der Terrasse kostengünstig verdoppeln.
  • Verwenden Sie lieber Bänke als Stühle: Eine Bank ohne Rückenlehne braucht weniger Platz zum Zurückschieben und bietet mehr Sitzplätze.

Bei einem Buffet ist der Platzbedarf pro Person geringer als bei einem Essen am Tisch. Das ist die häufigste Lösung, wenn das Wohnzimmer keinen großen rechteckigen Tisch zulässt.

Raumtemperatur und Akustik: Zwei Faktoren, die sich nicht allein durch mehr Fläche lösen lassen

Zwanzig Personen in einem Raum bedeuten zwanzig zusätzliche Wärmequellen. In einem geschlossenen Raum mit vielen Gästen steigt die Temperatur schnell. Eine Möglichkeit zum Lüften (ein gekipptes Fenster, ein Ventilator) verhindert, dass es ab der zweiten Stunde unangenehm wird.

Beim Lärm gilt dasselbe. Zwanzig gleichzeitige Gespräche in einem Raum mit harten Oberflächen (Fliesen, große Fensterfronten) erzeugen einen ermüdenden Geräuschpegel. Textilien (Tischdecken, Vorhänge, Teppiche) dämpfen einen Teil des Schalls. Eine Anordnung mit mehreren runden Tischen senkt ebenfalls den Gesamtgeräuschpegel, da die einzelnen Gruppen leiser sprechen als an einer einzigen langen Tafel.

Die Bodenfläche allein garantiert noch keinen Komfort. Deckenhöhe, Belüftung und Akustik sind genauso wichtig wie die Quadratmeterzahl. Ein Raum mit niedriger Decke wirkt mit zwanzig Personen schnell stickig, selbst wenn die Fläche auf dem Papier ausreichend erscheint.

Wie viel Platz braucht man, um 20 Personen zu Hause bequem unterzubringen?